Fussball EM 2008 News & Blog


Fußball EM 2012 | Fußball WM 2014 | Bundesliga Trikots | DFB Fanartikel | Fussballtrikots | Nationalmannschaft Trikot

Fussfallspieler lieben Golf spielen

Golf ist ein faszinierender Sport, der auf der ganzen Welt gespielt wird. Auch in Deutschland gibt es immer mehr Golfplätze. Die Regeln sind sehr einfach, aber das Spiel ist es nicht. Wohl jeder Golfer hat am Anfang Probleme, die Golfbälle überhaupt zu treffen. Es dauert eine Weile, bis man die Grundzüge verstanden hat und die Platzreife zugesprochen bekommt. Erst dann darf man überhaupt auf den Golfplatz.

Das Ziel des Golfspiels ist es, den Ball mit möglichst wenigen Schlägen in das Loch zu bekommen. Dazu stehen verschiedene Schläger zur Verfügung, je nachdem welche Art von Schlag ausgeführt werden soll. Für einen Abschlag genötigt man eine andere Schlägergeometrie als zum Putten. Diese technischen Feinheiten zu verstehen ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Vielleicht ist dies auch ein Grund, warum so viele ehemalige Fußballer Spaß am Golf haben.
Der berühmteste golfende Ex-Fußballer ist zweifellos Franz Beckenbauer. Er gilt als guter Amateurspieler und hat in den letzten Jahrzehnten an vielen Wohltätigkeitsturnieren teilgenommen.

Ein anderer Name, der immer wieder in diesem Zusammenhang fällt, ist Oliver Kahn. Der ehemalige Bayern-Torwart hat schon während seiner aktiven Karriere mit dem Golf spielen angefangen, um einen Ausgleich zum stressigen Alltag zu haben. Auch Olaf Thon, der beim FC Schalke 04 und den Bayern aktiv war, spielt in seiner Freizeit gerne Golf. Gleiches gilt für den Schützen des entscheiden Tores im WM-Finale 1990, Andreas Brehme. Auch sein damaliger Mannschaftskollege Thomas Berthold, nimmt regelmäßig an Golfturnieren teil. Und selbst der legendäre Uwe Seeler lässt es sich nicht nehmen, hin und wieder eine Runde zu spielen.

Doch woher kommt die große Faszination der Fußballer für das Golfspiel? Vielleicht ist es die Komplexität des Sports. Die unterschiedlichen Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, um eine gute Leistung zu bringen, sind in gewisser Weise mit dem Fußballspiel vergleichbar. Aber es gibt auch große Unterschiede. So ist Golf ein Einzelsport. Für einen Teamspieler, der auch immer von der Leistung seiner Mitspieler abhängig ist, muss dies eine sehr spannende Erfahrung sein. Es gibt niemanden, den man für einen misslungenen Schlag verantwortlich machen kann. Dafür darf man allerdings auch die Lorbeeren alleine ernten, wenn die Leistung gut ist.

Golf ist auch deswegen so interessant, weil durch das Golf-Handicap jeder mit jedem spielen kann. Im Fußball wäre es undenkbar, dass eine Kreisligamannschaft gegen ein Bundesligateam gewinnen könnte. Durch das Handicap ist es im Golf aber sehr leicht möglich, dass ein Amateur gegen einen Profi gewinnt. Aber im Mittelpunkt steht nicht der Kampf gegen den Gegner, sondern gegen sich selbst. Golf ist ein Sport, der keinen Fehler verzeiht. Eine kleine Ungenauigkeit kann schon dazu führen, dass der Spieler die nächste halbe Stunde damit verbringt, den Ball im Wald zu suchen. Diese Herausforderung ist für ehemalige Fußballer ganz anders als das, was sie aus ihrem Sport kennen.

Der vielleicht wichtigste Trumpf des Golfsports ist aber, dass man ihn bis ins hohe Alter hinein ausüben kann. Fußball kann man allenfalls bis Ende dreißig spielen. Danach muss man sich einen anderen Sport suchen. Dass so viele ehemalige Spitzensportler, und insbesondere Fußballer, sich für Golf entscheiden, ist sicher kein Zufall. Neben den genannten Gründen sollte man nicht unterschätzen, dass dieses Spiel sehr viel Spaß macht. In der freien Natur Sport zu treiben, während man unterwegs ein gutes Gespräch mit den Mitspielern führt, ist nicht die schlechteste Art, seine Freizeit zu gestalten. Obligatorisch ist danach das gesellige Beisammensein im Clubhaus, bei dem natürlich dann auch ausführlich über Fußball und die eigenen Heldentaten der Vergangenheit diskutiert wird.